Projekt "Hochwasserrückhaltung Öberauer Schleife"

Der Freistaat Bayern vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf plant im Zuge des Aktionsprogramms 2020 neben zahlreichen weiteren Projekten im Hochwasserschutz die Errichtung eines Flutpolders an der Öberauer Schleife bei Straubing.

Nach dem Bau eines großen zusammenhängenden Deichsystems in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts und der damit verbundenen Intensivierung der Landwirtschaft sowie dem Bau der Staustufe Straubing, sollen die wenigen verfügbaren Überschwemmungsflächen wieder möglichst effizient in das Hochwassergeschehen eingebunden werden.

Hochwasser 1988 Bild vergrössern Hochwasser 1988

Das Projekt sieht vor, den von der Donau abgetrennten Rückhalteraum gezielt bei extremen Hochwasserereignissen (statistisch alle 30 Jahre oder seltener) zu fluten. Dies entlastet den anschließenden Donauabschnitt von großen Hochwasserabflüssen und beugt so Deichbrüchen vor.
Für große Projekte mit überregionaler Bedeutung ist schon im Stadium der Vorplanung als erster Verfahrensschritt ein Raumordnungsverfahren vorgesehen. Nach einer weiteren Planungsphase folgt das Planfeststellungsverfahren als umfassendes Genehmigungsverfahren. Die Verfahrensführung hat in beiden Fällen die Regierung von Niederbayern.

Das Vorhaben ist Teil des Nationalen Hochwasserschutzprogramms des Bundes.