Fotowettbewerb zum Weltwassertag 2022

Grundwasser – der (meist) unsichtbare Schatz

Wenn Wasser aus der Erde sprudelt, dann ist es immer ein besonderer Ort. Schon die Kelten haben diese Plätze verehrt und dort oftmals Heiligtümer errichtet. In vielen Ländern dieser Erde gelten Quellen als heilige Orte – viele Mythen ranken sich um Quellen: Magische Orte, Kraftplätze, heilige oder heilende Quellen, Taufbecken, kultische Opferstätten, Quellnymphen u.v.m.

In der Maya-Kultur fanden in den sogenannten "Cenoten" rituelle Handlungen statt, es wurden dort Tiere und Menschen geopfert und Menschen bestattet. Das unterirdische Wasser in diesen Cenoten war aber nicht nur eine direkte Verbindung zu den Göttern, sondern dienten schon damals – wie auch heute – der Wasserversorgung der Bevölkerung. Das Maya-Wort Cenote leitet sich von ts’onot ab und bedeutet ‚Ort mit Zugang zu Wasser‘.

Wir leben in einem Teil der Welt der sich (noch) glücklich schätzen darf, dass Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht – wir haben ts´onot, Zugang zum Wasser. In anderen Teilen der Welt hat sich das Bild bereits geändert und Menschen müssen viele Kilometer laufen, um eben diesen Zugang zu Trinkwasser zu erhalten. Bei uns entspringt es dem Boden oder Felsen, bildet Rinnsale, Wasserläufe und Flüsse und fließt dem Meer zu. Doch gerade deswegen wissen wir dieses Gut oftmals nicht ausreichend zu schätzen - weniger (Wasser) wäre mehr! In Bayern verdunsten von 100 Tropfen Regenwasser rund 40 und gelangen zurück in die Atmosphäre. Ein Teil wird von den Pflanzen aus dem Boden aufgenommen und wieder in die Luft abgegeben. Weitere 30 Tropfen gelangen direkt in Bäche, Flüsse und Seen. Nur 30 Tropfen versickern, gelangen ins Grundwasser und treten teilweise an Quellen wieder zutage. Der Klimawandel macht aber auch nicht an unserer Landesgrenze halt; Quellen schütten bereits heute deutlich weniger, die Wasserstände im Grundwasser sinken. Gleichzeitig hat alles, was wir auf der Erde tun, Auswirkungen auf das Wasser und seine Qualität.

Es gilt, diesen größtenteils unsichtbaren Schutz zu bewahren, damit wir auch in Zukunft ausreichend ts´onot - Zugang zum Wasser - haben. Damit dem Grundwasser mehr Beachtung geschenkt wird, ruft das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf zu einem Fotowettbewerb unter dem Motto „Unser Grundwasser – der (meist) unsichtbare Schatz“ auf.

Überzeugen Sie unsere Jury, zeigen Sie Ihre Kreativität und setzen Sie unser Grund- und Quellwasser besonders in Szene! Einsendeschluss ist der 13.05.2022.

Fotos können per Email eingeschickt werden an: christoph.neumaier@wwa-deg.bayern.de